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Der Engländer Mike Tingey half bereits im Alter von 14 Jahren seinem Onkel 300 Eichenholznägel zu drechseln, welche für die Restauration von Eichenholztischen für eine der ältesten Universitäten von Cambridge, das Fitzwilliam College, benötigt wurden. In der Werkstatt des Onkels lernte er fundamentiert die Grundtechniken des Drechselns. Er fertigte Stuhlbeine, Griffe und alle möglichen Kleinteile und konnte sich beachtliche Fähigkeiten aneignen. Nach seinem College-Abschluss als Grafiker bekam er einen Job in Augsburg und lebt seit dem mehr oder weniger ununterbrochen in Deutschland. Seine technischen und gestalterischen Fähigkeiten vervollständigte er immer wieder auf Seminaren und Kursen in England. Er ist immer dabei seine Methoden weiter zu entwickeln und sich neue Fertigkeiten anzueignen. Der Prozess der Fertigung steht teilweise mehr im Vordergrund als das Ergebnis selbst. Mit dieser Herangehensweise ist es ihm möglich, sehr komplizierte Verfahren anzuwenden und damit einzigartige Resultate zu erzielen. Ein sicheres Gefühl für Formen und Linien geben seinen Arbeiten letztlich aber die obligate Vollkommenheit.
Aufgrund seiner Verwurzelung sowohl in England als auch in Deutschland trägt er aktiv zum Austausch von Wissen und Erfahrung zwischen beiden Ländern bei. Ein Ansinnen, was nicht hoch genug gewürdigt werden kann, hat doch das Drechseln in der englischen Kunst- und Sammlerszene schon seit jeher ein viel höheres Ansehen als hierzulande. Zudem gibt Mike Tingey sein Können in Kursen weiter, was nicht nur wegen seines anglobayrischen Dialektes eine Vergnügen für jeden Teilnehmer ist.
>> www.miketingey-drechselkunst.de
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