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Es gibt wohl kaum einen Holzgestalter, der sich derart intensiv und fundamentiert mit dem Material beschäftigt wie Jürgen Ludwig. Wenn man eine seiner Arbeiten erwirbt, bekommt man immer eine Annotation beigelegt, in der Eigenschaften, Herkunft und Besonderheiten des Holzes beschrieben sind. Es müssen dabei keineswegs nur seltene exotische Hölzer sein, die den Weg auf seine Drechselbank finden. Das Herausarbeiten der besonderen Eigenarten des Materials machen den Charme seiner Arbeiten aus. Seine Kenntnis über den Charakter des jeweiligen Holzstückes ist immer sehr eng verknüpft mit der Gestaltung der Objekte.
In den Arbeiten von Jürgen Ludwig verbirgt sich zudem auch immer eine gehörige Portion Humor. Pathos oder Phrasendrescherei sind ihm zuwider und sein Wortwitz und der eher verspielte Umgang mit den Dingen bewirken beim Betrachter meist eine angenehme Reaktion.
Jürgen
Ludwig lebt und arbeitet in Dessau. Er kommt aus
einer Geigenbauerfamilie und erlernte die Kunst des
Drechselns autodidaktisch. Ursprünglich hochdotiert
als Programmierer in einem großen Chemieunternehmen
tätig, bemerkte er bald seine Abneigung gegen alles
Serielle, sich Wiederholende. Ende der siebziger
Jahre war bei ihm die Entscheidung für eine
freiberufliche Tätigkeit als Holzgestalter
gefallen. 1984 erhielt er vom Ministerium für
Kultur die „Zulassung für Honorartätigkeit auf
dem Gebiet der Bildenden Kunst“, was eine
Vorraussetzung war, um ab 1985 freiberuflich als
Holzgestalter arbeiten zu können. 1991 wird er
Mitglied im Bundesverband Kunsthandwerk e.V.
Arbeitsaufenthalte in den neunziger Jahren in
England, Kolumbien und der Schweiz erweitern
menschlich und künstlerisch Horizonte. Zudem war er
in den Jahren 1993 bis 1998 als Juror im
Bundesverband Kunsthandwerk e.V. tätig.
Seine Arbeiten sind in zahlreichen Ausstellungen in Europa, Asien, Australien, den USA und Kanada zu sehen.
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www.touch-wood.de
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